Reisen mit dem Hund

25. Februar 2015 16:44    |    by satyr

Auch während der schönsten Wochen des Jahres müssen Sie sich nicht von ihrem vierbeinigen Freund trennen. Damit es allerdings wirklich ein erholsamer Urlaub wird, sollten Sie die Reise mit dem Hund sorgfältig planen.

Einreisebedingungen und Impfungen

Zu berücksichtigen sind einerseits die rechtlichen Bestimmungen des Gastlandes, was Einreise, Hundehaltung oder Impfungen angeht. Andererseits sollten Sie sich vor einer Reise mit dem Hund noch mehr als sonst mit den klimatischen und kulturellen Gegebenheiten Ihres Zielortes vertraut machen. Auch wenn Sie es lieben, in der prallen Sonne zu brutzeln, Ihr Hund wird das weniger genießen. Unternehmen Sie Reisen mit Ihrem Hund, wenn sie in den Süden gehen, daher nicht unbedingt im Hochsommer. Denken Sie daran, dass Hunde in Museen, Kirchen und ähnlichen Sehenswürdigkeiten meist nicht gern gesehen sind. Halsband, Leine und ein Anhänger mit Ihrer Adresse gehören auf jeden Fall zumindest ins Gepäck. Erkundigen Sie sich vor der Reise, ob im Gastland Leinen- und eventuell sogar Maulkorbpflicht besteht. Besonders außerhalb Europas oder Nordamerikas müssen Sie damit rechnen, dass Hundefutter nicht einfach im Handel erhältlich ist. Gewöhnen Sie den Hund allmählich an die neuen Ernährungsgewohnheiten. Reisen Sie mit dem Hund in südliche Länder sollte der Vierbeiner, genau wie Sie, am besten nur abgekochtes Wasser trinken. Sinnvoll ist es, vor dem Urlaub eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Einige wenige Länder, auch innerhalb Europas, können Sie nicht mit Hund besuchen. Auf den britischen Inseln ist für Hunde nach der Einreise etwa eine generelle Quarantäne von mehreren Monaten vorgeschrieben. Auch wenn es für Ihr Urlaubsziel nicht zwingend vorgegeben ist, sollte Ihr Hund gegen Tollwut, Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Paravirose geimpft sein. Es besteht immer die Gefahr einer Ansteckung durch Kontakt mit anderen Hunden. Bitte erkundigen Sie sich bspw. beim Deutschen Tierschutzbund über die aktuellen Einreisebestimmungen und den notwendigen Impfschutz für Ihr Reiseziel.

Mit dem Hund unterwegs

Besonders eine lange Anreise im Auto, Zug oder Flugzeug bedeutet für den Hund eine Strapaze. Versuchen Sie, wenn es irgendwie geht, die Anfahrt bei einer Reise mit dem Hund in mehrere kürzere Etappen einzuteilen. Reiseunterbrechungen sind auch einzuplanen, damit der Hund sein Geschäft machen kann. Dies sollte man keinesfalls vergessen, besonders wenn eine längere Zugfahrt ansteht. Hier bietet das Auto als Transportmittel klare Vorteile durch mehr Flexibilität. Bei vielen Bahngesellschaften müssen Sie für den Hund einen Kinderfahrschein lösen. Egal ob im Auto oder im Zug: Sind die Tagestemperaturen sehr hoch, sollten Sie lieber nachts fahren. Auf jeden Fall muss der Hund auf der Reise vor zu großer Hitze und direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Sorgen Sie immer für frische Luft und ausreichend Wasser für das Tier. Eine große Belastung für den Hund stellen Reisen mit dem Flugzeug dar. Zwar gelten je nach Fluggesellschaft unterschiedliche Bedingungen, im Allgemeinen dürfen jedoch nur kleine Hunde bis 5 Kilogramm Körpergewicht in der Kabine mitreisen. Größere Tiere müssen in einer Transportbox im Frachtraum fliegen.

Die Fortbewegung zu Fuß lieben Hunde hingegen. Nichts wird Ihrem Hund mehr Freude machen als ein Wanderurlaub. Berücksichtigen Sie aber nicht nur Ihre eigene, sondern auch die Kondition Ihres vierbeinigen Begleiters, wenn Sie die Route planen. Wenn Ihr Hund gut ausgebildet ist, gehorcht und anderen Tieren nicht nachstellt, ist es gerade in den Bergen sinnvoll, ihn frei laufen zu lassen. Sonst sollten Sie eine lange Leine wählen, die dem Hund zumindest ein wenig Freilauf lässt. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie ein Laufgeschirr gegenüber dem Halsband bevorzugen. Größere Hunde, die gerne laufen, werden Ihre Besitzer auch beim Fahrradurlaub begleiten. Für kleinere Hunde können Sie einen Gepäckkorb oder Fahrradanhänger benutzen.

Bild: Scuglik / sxc.hu

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