Chiles großer Nachbar Argentinien

8. Februar 2015 13:03    |    by satyr

Chile und Argentinien haben eine lange gemeinsame Grenze. Doch der erste Blick auf die Karte täuscht, denn das Grenzgebiet weist durch die Anden und die Atacama-Wüste eine natürliche Barriere zwischen den Ländern auf. Die Rivalität zwischen den beiden Nationen war Ende der 1970er Jahre schon einmal so groß, dass ein Krieg erst im letzten Moment verhindert werden konnte. Auch heute noch gibt es Spannungen, denn die Chilenen fürchten sich vor einem zu großen Einfluss des großen Nachbarn. Allerdings gibt es seit vielen Jahren wirtschaftliche Kooperationen. Chile deckt z.B. einen großen Teil seines Energiebedarfs mit Importen aus dem Nachbarland.

Eine große Gemeinsamkeit: Patagonien

Abenteurer, Bergsteiger und Weltreisende bekommen leuchtende Augen, wenn Patagonien erwähnt wird. Am Südzipfel des südamerikanischen Kontinents entfaltet sich einen riesige Naturlandschaft, die im Zentrum von den Anden geteilt wird. Westpatagonien gehört fast komplett zu Chile, während Ostpatagonien beinahe ausschließlich zum argentinischen Landesgebiet gehört. In zwei großen Nationalparks können Reisende eine ursprüngliche Natur erleben. Nur sehr wenige Menschen leben in Patagonien, so dass Reisen immer eine große Herausforderung darstellen. Unerfahren sollten nur mit erfahrenen Reiseveranstaltern die patagonischen Landschaften erkunden.

Argentiniens wirtschaftliche Zukunft

Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für Argentinien. Doch weit mehr Geld wird mit Rindern verdient. Das argentinische Rindersteak ist in der ganzen Welt berühmt. So manche Fast-Food-Kette könnte ohne die argentinischen Rinder, die in der Pampas gezüchtet werden, nicht existieren. Zudem werden in den letzten Jahren die üppigen Erdgas- und Erdölvorkommen im Nordwesten des Landes zunehmend erschlossen. Nach der großen Argentinien-Krise, die im Staatsbankrott endete, ist das Land heute wieder auf einem guten Weg, auch wenn heute noch viele Argentinier unter den Folgen der Krise leiden.

Bild: zd / freeimages.com

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